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Im Interview mit dem Fachmagazin imaging+foto-contact sprechen die CASIO Forschungs- und Entwicklungsmanager Jin Nakayama und Tatsuo Shimazaki über den Stand der Technik, die Zukunft der digitalen Fotografie und ihre Vision der perfekten Kamera.
Konsequent digital
Mit vier neuen Modellen setzte Casio auf der photokina die verkaufsstarke Exilim-Baureihe fort. Der Grund für den Erfolg der kleinen Designer-Kameras ist in erster Linie der gelungenen Verbindung von Kompaktheit und Bildqualität zu verdanken. Dafür werden anspruchsvolle Technologien eingesetzt, über deren Hintergründe sich imaging+foto-contact auf der photokina bei Jin Nakayama, General Manager QV Digitalcamera Unit Product Development, und Tatsuo Shimazaki, General Manager of lens development, Hamura R & D Centre der Casio Computer Co. Ltd., aus erster Hand informierte.
imaging+foto-contact
Casio ist als Kamerahersteller ein recht junges Unternehmen. Wie konnten Sie so schnell die notwendige Kompetenz für Bildtechnologien aufbauen?
Jin Nakayama
Bitte gestatten Sie mir, Ihre Einschätzung von Casio um einen Zungenschlag zu korrigieren. Es ist richtig, daß wir kein traditioneller Kamerahersteller sind, wenn Sie an analoge Technologien denken. Als Digitalkamerahersteller sind wir aber tatsächlich ein altes Unternehmen: Denn unsere erste Digitalkamera – damals noch mit Floppy Disc als Datenträger – haben wir bereits 1990 erfunden. Und 1995 haben wir mit der QV-10 die erste Digitalkamera auf den Markt gebracht, die wirklich für Amateure geeignet war und die diese Kategorie erst geschaffen hat. Das wurde gerade durch die Kernkompetenzen von Casio erst möglich.
imaging+foto-contact
Welche Kernkompetenzen sind das?
Jin Nakayama
Casio hat immer das Geschäftsmodell verfolgt, analoge Produkte zu digitalisieren und dadurch neue Märkte zu schaffen. So haben wir z. B. aus der mechanischen Rechenmaschine den Taschenrechner gemacht, aus der mechanischen die digitale Uhr oder aus den traditionellen Musikinstrumenten unsere erfolgreichen Keyboards. Das ist unsere eigentliche Kernkompetenz: Durch den Einsatz digitaler Mikrotechnologie komplizierte Produkte zu vereinfachen und zu verbessern. Seit rund zehn Jahren ist uns das auch bei den Kameras gelungen.
imaging+foto-contact
Sie geben das Stichwort "Mikro"-Technologie, bei dem man sofort an die äußerst kompakte Bauweise der Exilim-Kameras denkt. Wie wurde diese Miniaturisierung möglich?
Jin Nakayama: "Ich wünsche mir eine Kamera, die sogar einem vollkommenen Anfänger die Garantie gibt, ein perfektes Bild zu machen."
Jin Nakayama
Am wichtigsten ist unsere High Density Mounting Technologie, also unsere Fähigkeit, elektronische Komponenten mit unterschiedlichen Funktionen in einer Einheit zu verbinden. Schon die erste Exilim wurde ja dadurch möglich, daß es uns gelungen war, Objektiv, Sensorchip und Image-Prozessor in einer einzigen Komponente, der Exilim Engine, zusammenzufassen. Diese Technologie haben wir, wie unsere neuen Modelle zeigen, weiterentwickelt. Denn die neuen Kameras zeichnen sich unter anderem durch das besonders große LC-Display aus. Dafür braucht man eigentlich Platz, denn so ein Display besteht ja nicht nur aus dem sichtbaren Teil, sondern es braucht Anschlüsse, Steuerungselemente usw. Deshalb haben wir das LCD mit dem optischen Sucher, dem Sensor und dem Objektiv integriert und dadurch eine Menge Platz gespart. Allerdings ist geringer Platzbedarf nicht der einzige Vorteil unserer High Density Mounting Technologie.
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